Grüne Trift 127: Verzögerung erklärt – Verlässlichkeit weiter nicht hergestellt
Für die Anwohner in der Grünen Trift ist die Baustelle längst mehr als eine technische Frage. Bereits in einer früheren Schriftlichen Anfrage war angekündigt worden, dass die Arbeiten bis Ende 2025 abgeschlossen und die Baustelleneinrichtung zurückgebaut sein sollten. Tatsächlich bestand die Baustelle aber auch am 2. März 2026 weiter. Genau darin liegt der zentrale Widerspruch.
Die neue Antwort nennt nun erstmals einen konkreten Grund: Das von der Degewo Netzwerk GmbH beauftragte Unternehmen wurde Ende 2025 wegen Schlechtleistung gekündigt. Danach mussten die Leistungen neu ausgeschrieben werden. Das erklärt die Verzögerung, zeigt aber auch, dass die frühere Fertigstellungsprognose nicht gehalten werden konnte.
Offen sind weiterhin die Verfüllung und Verdichtung der Leitungsgräben sowie die Wiederherstellung der Asphalt- und Betonoberflächen. Es geht also nicht nur um Absperrungen, sondern um wesentliche Restarbeiten im Straßenraum. Für die Bürger vor Ort bedeutet das: anhaltende Einschränkungen ohne klaren Endpunkt.
Unbefriedigend bleibt, dass mehrere Fragen nur teilweise beantwortet wurden. Ein exaktes Datum, wann zuletzt tatsächlich gearbeitet wurde, nennt die Antwort nicht. Zur Genehmigungslage heißt es zwar, die Sondernutzung sei vom 11. März bis 17. April 2026 verlängert worden. Gleichzeitig lag für die verkehrsrechtliche Anordnung noch kein Verlängerungsantrag vor, weil noch kein neues Unternehmen beauftragt war. Gerade für die Zeit nach dem ursprünglich ausgewiesenen Ende am 27. Februar 2026 bleiben damit Fragen offen.
Auch bei Kontrolle und Durchsetzung bleibt die Antwort schwach. Konkrete behördliche Kontrollen oder besondere Maßnahmen werden nicht benannt. Stattdessen verweist das Bezirksamt darauf, der Sondernutzer habe selbst ein Interesse an einer zügigen Fertigstellung. Die politische Einordnung ist daher klar: Es gibt nun endlich eine Erklärung für das Scheitern des alten Terminplans, aber noch immer keinen belastbaren neuen Endtermin. Für die Anwohner bleibt die Situation damit unbefriedigend – und es besteht weiter Nachfassbedarf.
Die Schriftliche Anfrage mit allen Antworten finden Si hier unter INFORMATIONEN