Barrierefrei in Johannisthal: Jetzt geht es los mit dem Aufzug am S-Bahnhof
Der S-Bahnhof Johannisthal ist für viele Menschen im Südosten Berlins ein wichtiger Zugang zur S-Bahn – für Berufspendler, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Beschäftigte im direkten Umfeld. Gerade am südlichen Ausgang auf der Johannisthaler Seite nutzen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Sparkasse diesen Weg täglich. Wer mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen oder schwerem Gepäck unterwegs ist, hatte dort bislang ein Problem: Am südwestlichen Ende der Fußgängerbrücke fehlte ein zusätzlicher Aufzug, der den Zugang ohne Treppen möglich macht.
Jetzt sichtbar: Baustelle eingerichtet
Ich freue mich, dass es nun einen wichtigen Fortschritt vor Ort gibt: Die Baustelle für den neuen Aufzug ist eingerichtet, Absperrungen und Bauhinweise sind aufgestellt. Damit wird sichtbar, dass das Projekt vom Planungsstand in die Umsetzung übergeht.
Ein Projekt mit langer Vorgeschichte
Der Neubau des Aufzugs ist bereits seit 2019 vorgesehen, die Umsetzung verzögerte sich jedoch über Jahre. Als Hauptgrund nannten Senat und Deutsche Bahn wiederholt Probleme bei Ausschreibungen und Vergaben, sodass Bauleistungen lange Zeit nicht vergeben werden konnten. Für viele Betroffene war das schwer nachvollziehbar – insbesondere, weil es um einen zentralen Baustein der Barrierefreiheit geht.
Was das Bauschild sagt – und wie der Zeitplan aussieht
Das vor Ort angebrachte Bauschild der DB InfraGO konkretisiert die Maßnahme als „Neubau eines Aufzugs am südwestlichen Ende der Fußgängerbrücke des S-Bahnhofs Johannisthal“, umgesetzt im Rahmen des Bahnhofsmodernisierungsprogramms Berlin. Als geplante Fertigstellung ist das Jahr 2026 angegeben.
Nach Senatsauskunft war der Baubeginn für Herbst 2025 vorgesehen; die Inbetriebnahme wird für das zweite Quartal 2026 erwartet.
Warum der Aufzug wichtig ist
Der neue Aufzug schafft eine direkte, barrierearme Verbindung von der Johannisthaler Seite zur Fußgängerbrücke und damit zur S-Bahn. Er erleichtert den Alltag für mobilitätseingeschränkte Menschen, Eltern mit Kinderwagen und viele weitere Fahrgäste – und verbessert die Erreichbarkeit des Quartiers insgesamt. Auch für den täglichen Arbeitsweg – unter anderem zur Berliner Sparkasse als wichtigem Arbeitgeber am südlichen Ausgang – bedeutet der Aufzug spürbar kürzere Wege und mehr Selbstständigkeit.
Parlamentarisch nachgehakt
Ich habe das Projekt gemeinsam mit meinem Team – insbesondere mit meinem Referenten Daniel Niesler-Klass – wiederholt parlamentarisch aufgegriffen, unter anderem mit einer Schriftlichen Anfrage. Mir ging es darum, Sachstand, Verzögerungsgründe und mögliche Beschleunigungsschritte transparent zu machen. Ziel war ein verlässlicher Zeitplan und sichtbarer Fortschritt vor Ort.
Fazit:
Mit der eingerichteten Baustelle ist ein entscheidender Schritt geschafft. Jetzt kommt es darauf an, dass die Bauarbeiten zügig voranschreiten und der angekündigte Termin 2026 tatsächlich gehalten wird – damit Barrierefreiheit in Johannisthal nicht länger eine Ankündigung bleibt, sondern Alltag wird.