Integriertes Konzept für die ambulante ärztliche Versorgung in Treptow-Köpenick
Antrag zur Verbesserung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Treptow-Köpenick
Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, ein integriertes Konzept zur Optimierung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Bezirk Treptow-Köpenick zu entwickeln. Ziel ist es, sowohl die aktuelle Versorgungssituation als auch die Rahmenbedingungen für Patienten und niedergelassene Ärzte nachhaltig zu verbessern.
Den vollständigen Antrag finden Sie als PDF im Bereich "Informationen".
Begründung des Antrags zur Verbesserung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Treptow-Köpenick
Die demografische Entwicklung und das kontinuierliche Bevölkerungswachstum in Treptow-Köpenick stellen die ambulante ärztliche Versorgung vor erhebliche Herausforderungen. Aktuell bestehen insbesondere in den Bereichen der hausärztlichen, kinderärztlichen und frauenärztlichen Versorgung Defizite, die dringend angegangen werden müssen, um eine wohnortnahe und flächendeckende medizinische Betreuung für die Bevölkerung sicherzustellen.
Die ärztliche Versorgung wird zudem durch regionale Unterschiede innerhalb des Bezirks erschwert. Bürokratische Hürden und mangelnde Anreize behindern die Ansiedlung neuer Praxen. Junge Ärztinnen und Ärzte scheuen häufig das wirtschaftliche Risiko einer eigenen Niederlassung und ziehen es vor, in Anstellungsverhältnissen zu arbeiten. Dies führt dazu, dass Praxissitze oft nicht nachbesetzt werden und weitere Versorgungslücken entstehen.
Ein integriertes Konzept bietet die Chance, diese Herausforderungen strategisch anzugehen. Es kann dazu beitragen, langfristige Bedarfsprognosen zu erstellen, regionale Unterschiede in der Versorgung zu berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ärztinnen und Ärzte im Bezirk zu entwickeln. Dazu gehört auch die Förderung der Niederlassung durch gezielte Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie die stärkere Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung und anderen relevanten Akteuren.
Zudem sollten bestehende Infrastrukturen, wie Ärztehäuser und Gesundheitszentren, gestärkt und bei Bedarf erweitert werden. Solche Einrichtungen können als Anlaufpunkte für eine kooperative und interdisziplinäre Versorgung dienen und gleichzeitig die Attraktivität des Bezirks für Medizinerinnen und Mediziner erhöhen.
Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen ist es unerlässlich, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die ambulante ärztliche Versorgung in Treptow-Köpenick nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln. Ein integriertes Konzept bietet dafür die notwendige Grundlage.