Die Gewerkschaft Verdi hat zu umfassenden Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Es wird jedoch eine Ausnahme für die Straßenbahnen geben: Diese sollen trotz des Streiks fahren, allerdings ohne Passagiere.

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Die Gewerkschaft Verdi hat zu umfassenden Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen, die in 15 Bundesländern Wirkung zeigen werden. Besonders stark betroffen ist der öffentliche Nahverkehr in Berlin, wo die Verkehrsbetriebe (BVG) nahezu vollständig zum Stillstand kommen. Die Streikmaßnahmen sind für den Zeitraum von Montagmorgen um 3 Uhr bis Dienstagmorgen um 3 Uhr angesetzt. Es wird jedoch eine Ausnahme für die Straßenbahnen geben: Diese sollen trotz des Streiks fahren, allerdings ohne Passagiere.

 

Der Grund für diese Regelung liegt in der anhaltenden Gefahr von Vereisungen, die durch Eisregen verursacht wurden und die Infrastruktur der Oberleitungen sowie der Gleisanlagen gefährden. Die BVG hat bereits am vergangenen Montag massive Probleme des Straßenbahnverkehrs erlebt und erwartet auch in den kommenden Tagen ähnliche Schwierigkeiten. Um das Straßenbahnnetz einsatzbereit zu halten und die Oberleitungen von Eis freizuhalten, haben die BVG und Verdi vereinbart, dass sogenannte „betrieblich notwendige Fahrten“ ohne Fahrgäste durchgeführt werden. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass nach Ende des Streiks eine schnelle Wiederherstellung des regulären Betriebs möglich ist.